
Wenn ich den Hype sehe, den unsere hiesigen Medien hinsichtlich des Vorwahlkampfs in den USA machen, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Mal ehrlich: Uninteressant ist es nicht, was da passiert. Aber doch bitte nicht überall und quasi per Liveticker. Als wenn das Wohl in Deutschland davon abhängt, ob die Amis nun ihre Angela kriegen oder nicht.
Viele scheinen zu bedauern, dass es in Deutschland solch eine Politik-Castingshow nicht gibt. Aber ähnliches wird kommen, garantiert. Deutschland sucht den Super-Politiker ist nämlich viel einfacher zu vermitteln, als sich mit Inhalten auseinander zu setzen. Mit Inhalten, die alle großen Parteien ohnehin ständig verwässern.
So lange begleiten wir also hier atemlos die Amerikaner bei ihrem Wahlkampf. Da geht es für uns erst recht nicht um Inhalte, was haben wir schließlich mit denen zu tun? Wir schauen uns die Show an, diskutieren über die Tränen der Frau Clinton (was macht eigentlich Monica L.?) und ergötzen uns am Pathos, den die Amerikaner da so ‘grandios’ verbreiten. Und wenn uns das zu uninteressant wird, gibt es ja noch Britney Spears.
